Konzert mit Studierenden des spezialisierten Masters zeitgenössische Musik im Rahmen der Gastprofessur von Enno Poppe

Enno Poppe (*1969)

SCHWEIß (2010)
für Solo-Cello, Bassflöte, Bassklarinette, Geige und Bratsche
Benjamin Coyte, Sylvain Monchoce, Mariella Bachmann, Maria Muñoz Lopez und Nora Vetter

aus: SCHRANK (2001)
für Oboe und Klavier
Vicente Moronta und Edoardo Milanello

ZWÖLF (2014)
Version für Kontrabass
Daniela Petry, Kontabass

FELL (2016)
für Drumset
Alejandro Sarregui, Schlagzeug

Gespräch Marcus Weiss mit Enno Poppe

FINGERNAGEL
(2009)
für Geige und Bratsche
Maria Muñoz und Nora Vetter

FLEISCH (2017)
für Tenorsaxophon, E-Gitarre, Keyboard und Drumset
Luis Homedes, Phileas Baun, Umberto Beccaria, Guillem Serrano

«Schatten von ‹richtiger› Musik»: So bezeichnet Heinz Holliger sein Orchesterwerk Atembogen. Tatsächlich enthält diese Musik zahlreiche Spuren von bereits existierenden Musiken, von Holliger selbst wie auch von solchen, die von Paul Sacher in Auftrag gegeben worden waren – wobei auch dieses Orchesterstück auf einen Auftrag Sachers zurückgeht. Die Entstehung von Atembogen fällt in eine Zeit, in der die Frage danach, was «richtige Musik» sein, ob es überhaupt noch «richtige Musik» geben kann, brennend aktuell war. Entsprechend wenig affirmativ fällt die Zitattechnik aus, in Bezug auf bestehende Werke wäre fast eher von «Zensiertechnik» zu sprechen. Aber Atembogen ist keine pure musica negativa: Nach zerstörerischen Entäusserungen in Stücken wie Pneuma (1970), Cardiophonie (1971) oder Streichquartett (1973) holt Holliger hier gerade aus der Verstummung, der Überdämpfung von Klangereignissen einen beinahe unheimlich scheinenden Klangreichtum wieder herauf, der in grossen Werkkomplexen wie dem Scardanelli-Zyklus (1975–91) oder den Musiktheaterwerken nach Samuel Beckett (Come and Go, 1976/77; Not I, 1978/80) noch weitergeführt wird. Bekanntlich haben gerade diese Werke Holligers Musik endgültig auf die Erfolgsspur gebracht, so dass man versucht ist zu fragen: Ist diese neue Schatten-Musik nicht nunmehr die «richtige» Musik?  

Michael Kunkel, geboren 1969 in Winz-Niederwenigern/Ruhr (BRD). 2004–2015 Chefredakteur der Zeitschrift Dissonanz, seit 2007 Leiter der Forschungsabteilung der Hochschule für Musik Basel. www.musikforschungbasel.ch www.sonicspacebasel.ch

 

 

Konzert im Rahmen des Festivals 'Fokus Holliger'
Flyer

Programm:
Robert Schumann: Ouvertüre zum Dramatischen Gedicht Manfred op. 115, 1851
Heinz Holliger: Atembogen, 1974/75
Maurice Ravel: Daphnis et Chloé für Chor und Orchester, 1912

Kammerchor der Hochschule für Musik FHNW
Einstudierung: Raphael Immoos
Orchester der Hochschule für Musik FHNW
Leitung: Heinz Holliger

Eintritt frei, Kollekte

Uli Fussenegger, Kontrabass, spielt Werke von Bach, Furrer, Kurtág und NN
Moderation: Marcus Weiss

Dialog ist eine Konzertreihe der Hochschule für Musik FHNW in Zusammenarbeit mit Gare du Nord - Bahnhof für neue Musik

Gare du Nord
Schwarzwaldallee 200 (im Badischen Bahnhof) 
CH-4058 Basel

Preis: CHF 15.– (Freier Eintritt für Studierende der Hochschule für Musik FHNW)

Studierende der Hochschule für Musik spielen klassische, neue und neuste sowie improvisierte Kammermusik
In Zusammenarbeit mit der Museumsnacht Basel

Heinz Holliger und Studierende der Hochschule für Musik spielen Werke von Schumann, Ravel, Koechlin, Zimmermann und Holliger

 

 

 

 

Abschlusskonzert der internationalen Masterclass für Komposition, Interpretation, Improvisation und Elektronik
Eine Kooperation von sonic space basel/HSM mit dem Künstlerhaus Boswil

Mit Studierenden der Hochschule für Musik:
Elektronik: Jan Gubser
Perkussion: Fabio Santos
Klavier: Tsugumi Shirakura
Posaune: Daniil Gorokhov
Viola: Nora Vetter
Violoncello: Benjamin Coyte
Violine: Maria Muñoz Lopez

 

 

 

 

 

Abschlusskonzert der internationalen Masterclass für Komposition, Interpretation, Improvisation und Elektronik
Eine Kooperation von sonic space basel/HSM mit dem Künstlerhaus Boswil

Mit Studierenden der Hochschule für Musik:
Elektronik: Jan Gubser
Perkussion: Fabio Santos
Klavier: Tsugumi Shirakura
Posaune: Daniil Gorokhov
Viola: Nora Vetter
Violoncello: Benjamin Coyte
Violine: Maria Muñoz Lopez

 

 

 

 

 

Mit Studierenden des spezialisierten Masters zeitgenössische Musik
curated by the class of 2021

 

 

 

 

Mit anschliessendem Konzert des Ensemble Phoenix Basel

Mit anschliessendem Konzert des Ensemble Phoenix Basel

Es spielen Studierende des Masters zeitgenössische Musik

Festival taktlos

Komposition, Leitung und Gitarre: Fred Frith

sonic space basel stage band
Sylvain Monchocé, Flöte/Saxophon / Catalina Gutiérrez Muñoz, Klarinette / Chi Him Chik, Saxophon/Elektronik / DaniilGorokhov, Posaune / Iulia-Andreea Smeu, Violine / María Muñoz López, Violine / Nora Vetter, Viola / Paula Sanchez Mugas, Violoncello / Benjamin Coyte, Violoncello / Daniela Petry, Kontrabass / Ludovica Bizzarri, Perkussion / Jakub Miarczynski, Perkussion / Roberto Maqueda Dominquez, Perkussion / Christian Moser, Oud / Jacek Chmiel, E-Gitarre / Nejc Grm, Akkordeon / Lara Süss, Stimme / Marie-Louise Schneider, Stimme

Komposition, Leitung und Gitarre: Fred Frith

sonic space basel stage band

Sylvain Monchocé, Flöte/Saxophon / Catalina Gutiérrez Muñoz, Klarinette / Chi Him Chik, Saxophon/Elektronik / DaniilGorokhov, Posaune / Iulia-Andreea Smeu, Violine / María Muñoz López, Violine / Nora Vetter, Viola / Paula Sanchez Mugas, Violoncello / Benjamin Coyte, Violoncello / Daniela Petry, Kontrabass / Ludovica Bizzarri, Perkussion / Jakub Miarczynski, Perkussion / Roberto Maqueda Dominquez, Perkussion / Christian Moser, Oud / Jacek Chmiel, E-Gitarre / Nejc Grm, Akkordeon / Lara Süss, Stimme / Marie-Louise Schneider, Stimme

 

 

Seth Josel, Gitarre, spielt Werke von Ablinger, Lamb und Wolff
Moderation: Marcus Weiss

Dialog ist eine Konzertreihe der Hochschule für Musik FHNW in Zusammenarbeit mit Gare du Nord - Bahnhof für neue Musik

Gare du Nord
Schwarzwaldallee 200 (im Badischen Bahnhof) 
CH-4058 Baseleis: CHF 15.– (Freier Eintritt für Studierende der Hochschule für Musik FHNW)

Ab 20.30 Uhr: CD-Taufe und Apero

Programm:
Enno Poppe (*1969)
Schrauben für 13 Schlagzeuger (2017)

Simon Löffler (1981)
Monodactyl (2017)

Milica Djordjevic (*1984)
Werk für 12 Schlagzeuger

Christian Mason (*1984)
Sextett

Es spielen Studierende der Hochschule für Musik FHWN
Einstudierung: Christian Dierstein und Enno Poppe
Leitung: Christian Dierstein

Konzert im Rahmen der Gastprofessur Enno Poppe

 

Georges Aperghis (*1945)
Teeter-Totter für Ensemble (2008)

Enno Poppe (*1969)
Speicher VI für grosses Ensemble (2013, Schweizerische Erstaufführung)

Andreas Eduardo Frank (*1987)
how to pronounce alpha (Zwischenlaut und Überzahl) für grosses Ensemble mit Elektronik (2017, Schweizerische Erstaufführung)

Ensemble DIAGONAL der Hochschule für Musik
Leitung: Jürg Henneberger

Konzert der Kompositionsklassen der Hochschule für Musik und Abschlusskonzert der composer-performer collaboration

 

20.4.2020, Hannes Hellmann, Stimme, „Vortrag über nichts“ (1959) von John Cage
Moderation: Marcus Weiss

Dialog ist eine Konzertreihe der Hochschule für Musik FHNW in Zusammenarbeit mit Gare du Nord - Bahnhof für neue Musik

Gare du Nord
Schwarzwaldallee 200 (im Badischen Bahnhof) 
CH-4058 Basel

Preis: CHF 15.– (Freier Eintritt für Studierende der Hochschule für Musik FHNW)

Studierende der Hochschule für Musik spielen klassische, neue und neuste sowie improvisierte Kammermusik

 

 

Bei 'Lundi gras' improvisieren in wechselnden Besetzungen Studierende der Klassen 'Freie Improvisation' von Fred Frith und Alfred Zimmerlin.  

Ludovica Bizzarri, Schlagzeug
Chi Him Chik, Saxophon, Elektronik
Jacek Chmiel, Elektrische Gitarre
Catalina Gutiérrez, Klarinette
Jakub Jarosław Miarczynski, Schlagzeug
Sylvain Monchocé, Flöten, Saxophone
Christian Moser, Ud
Paula Sanchez, Violoncello, Elektronik
Marie-Louise Schneider, Stimme
Iulia-Andreea Smeu, Violine
Lara Süß, Stimme

Präsentiert von den Dozierenden und Studierenden des Hauptfachs Musiktheorie

 

 

Beatriz Elena Martínez, Stimme, singt Werke von Rincon, Koellreutter, Acosta R., Rasgado, Vargas, Paraskevaidis und Leguizamon 
Moderation: Marcus Weiss

Dialog ist eine Konzertreihe der Hochschule für Musik FHNW in Zusammenarbeit mit Gare du Nord - Bahnhof für neue Musik

Gare du Nord
Schwarzwaldallee 200 (im Badischen Bahnhof) 
CH-4058 Basel

Preis: CHF 15.– (Freier Eintritt für Studierende der Hochschule für Musik FHNW)

Rezitale des Master zeitgenössische Musik

Rezitale des Master zeitgenössische Musik

Rezitale des Master zeitgenössische Musik

Bei 'Lundi gras' improvisieren in wechselnden Besetzungen Studierende der Klassen 'Freie Improvisation' von Fred Frith und Alfred Zimmerlin.  

Ludovica Bizzarri, Schlagzeug
Chi Him Chik, Saxophon, Elektronik
Jacek Chmiel, Elektrische Gitarre
Catalina Gutiérrez, Klarinette
Jakub Jarosław Miarczynski, Schlagzeug
Sylvain Monchocé, Flöten, Saxophone
Christian Moser, Ud
Paula Sanchez, Violoncello, Elektronik
Marie-Louise Schneider, Stimme
Iulia-Andreea Smeu, Violine
Lara Süß, Stimme

Koproduktion der Hochschule für Musik FHNW / sonic space basel, der HGK / Institut Innenarchitektur und Szenographie und des Theater Basel

Bei 'Lundi gras' improvisieren in wechselnden Besetzungen Studierende der Klassen 'Freie Improvisation' von Alfred Zimmerlin.

Bei 'Lundi gras' improvisieren in wechselnden Besetzungen Studierende der Klasse 'Freie Improvisation' von Alfred Zimmerlin. 

Eleonora Bišcevic, Traversflöte / Clemens Fiechter, Elektronik / Daniil Gorokhov, Bassposaune / Joanna Krauze, Klavier / Rémi Maljournal, Trompete / María Muñoz López, Violine / Rita Nakad, Violine / Clara Parolini, Gitarre / Martin Reck, Elektronik / Florian Röhrl, Elektronik / Marie Sans, Gitarre / Lino Schilling, Elektronik / Nathan Zürcher, Violoncello
Einstudierung: Alfred Zimmerlin

Teodoro Anzellotti, Akkordeon solo
Moderation: Marcus Weiss

Programm
Hans Zender (1936-2019): Hölderlin lesen V. Ein Wandersmann ... zornig (2012)
Nadir Vassena (*1970): palinsesto nero (2017)
Rebecca Saunders (*1967): of waters making moan (2013)

Dialog ist eine Konzertreihe der Hochschule für Musik FHNW in Zusammenarbeit mit Gare du Nord - Bahnhof für neue Musik

Gare du Nord
Schwarzwaldallee 200 (im Badischen Bahnhof) 
CH-4058 Basel

Preis: CHF 15.– (Freier Eintritt für Studierende der Hochschule für Musik FHNW)

 

Anna Campmany, Sopran /  Vinicius Costa, Bariton / Carolina Picas, Violine / Paul Suits, Klavier

Anna Campmany Duch (*1993)
Balulalow für Sopran, Violine und Klavier (2013)
Nanny für Sopran, Bariton und Klavier (2014)
Cançó de bres für Klavier (2013)
Excelsior (Audiopräsentation) (2018)
Plou (Audiopräsentation) (2019)
Filmscoring examples (video) (2019)
Error 404. (2018)

Programm
Iannis Xenakis: Métaux aus Pleiades
Tom Sturm: four meditations on the stars
Giovanni Damiani:  1,3,6,10 for 1 sixxen
Kristina Warren: Adelaide for 3 sixxen and piano
Rozalie Hirs: Venus with tape and sixxen
Bertrand Gourdy: Sixxen und Gamelan Instrument

Konzeption und Leitung
Christian Dierstein und Ronan Gil de Morais

Im Rahmen des Projekts «Musikwissen»
Programm

 

Die Freie Improvisation hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einer autonomen Form der Musikausübung entwickelt, bar aller Tabus, die zu Zeiten des Free Jazz oder der frühen Improvisations-Experimente der neuen Musik noch herrschten.  
Es ist eine Musik, die unmittelbar mit ihrem Publikum kommuniziert - und dabei auch einiges riskiert. Ein spannendes Erlebnis, bei welchem die Zuhörenden neue, atemberaubende  (Klang-)Landschaften der Gegenwart entdecken können! 

Am Lundi gras improvisieren in wechselnden Besetzungen Studierende der Klassen 'Freie Improvisation' von Fred Frith und Alfred Zimmerlin. 

Ludovica Bizzarri, Schlagzeug  
Chi Him Chik, Saxophon, Elektronik  
Jacek Chmiel, Elektrische Gitarre  
Catalina Gutiérrez, Klarinette  
Sylvain Monchocé, Flöten, Saxophone
Christian Moser, Ud  
Paula Sanchez, Violoncello, Elektronik
Marie-Louise Schneider, Stimme  
Iulia-Andreea Smeu, Violine  
Lara Süß, Stimme

Moderation: Angela Ida De Benedictis

14.00-15.00 Uhr
«Pousseur im Kontext seiner Zeit»
Pascal Decroupet und Pierre Bartholomée
Pousseurs Leben und Schaffen (mit Videosequenzen)

15.15-16.15 Uhr
«Pousseur und elektronische Musik: Scambi»
John Dack und Cedric Spindler
Gegenüberstellung verschiedener Fassungen von Scambi

16.30-17.45 Uhr
Round table «Wie war die Zusammenarbeit mit Pousseur?»
mit Gabriele Bonomo, Angela Ida De Benedictis, Pascal Decroupet, Roberto Fabbriciani, Marianne Pousseur

anschliessend Apéro

1. Teil: Grosser Saal
Henri Pousseur (1929-2009)
Stèle à la mémoire de Pierre Froidebise (2008-9) für Klarinette solo
Hugo Queirós, Klarinette

Henri Pousseur
Quintette à la memoire d’Anton Webern (1955) für Klarinette, Bassklarinette, Klavier, Violine und Violoncello
Dimitri Smirnov, Violine / Alfredo Ferre, Violoncello / Jose Luis Ingles, Klarinette / Yolanda Fernandez, Bassklarinette / Matteo Cardelli, Klavier (Einstudierung: Anton Kernjak)

Roland Moser (*1943)
Hommage à Pousseur 'Après la dictée'  (2010) für Klavier
Tabia Stoffel, Klavier (Einstudierung: Tobias Schabenberger)

Henri Pousseur
Éclipticare, ou les Périples constellés, a la mémoire de Xenakis (2001); Besetzung variabel
Daniil Rumantsiev, Flöte / Caterina Bruno, Flöte / Ruofan Min, Flöte / András Huszti, Flöte (Einstudierung: Roberto Fabbriciani und Felix Renggli)

Pause

2. Teil: Klaus Linder-Saal
Henri Pousseur
Scambi (1957) für Tonband (Fassung Cedric Spindler, elektronisches Studio Basel, UA)
Cedric Spindler, Elektronik

Éclipticare, ou les Périples constellés, a la mémoire de Xenakis (2001); Besetzung variabel.
Daniil Rumantsiev, Flöte / Caterina Bruno, Flöte / Ruofan Min, Flöte / András Huszti, Flöte (Einstudierung: Roberto Fabbriciani und Felix Renggli)

Scambi (1957) für Tonband
Fassung «Scambi Project» 2005/06, approved by Pousseur
John Dack, Elektronik (a.G.)

Stèle à la mémoire de Pierre Froidebise (2008-9) für Klarinette solo
Hugo Queirós, Klarinette

 

In Zusammenarbeit mit der Paul Sacher Stiftung

Grosser Saal

10.00 – 12.30 Uhr
Éclipticare
und Zeus joueur de flûtes
Mit Roberto Fabbriciani, Felix Renggli und Studierenden der Hochschule für Musik: Daniil Rumantsiev / Caterina Bruno / Ruofan Min, Flöten

14.00 – 16.30 Uhr
Quintet à la memoire d’Anton Webern

Mit Pierre Bartholomée und Studierenden der Hochschule für Musik:
Dimitri Smirnov, Violine / Alfredo Ferre, Violoncello / Jose Luis Ingles, Klarinette, Yolanda Fernandez, Bassklarinette / Matteo Cardelli, Klavier

Klaus Linder Saal

10.00 – 12.30 Uhr
Scambi

Mit Cedric Spindler, John Dack und Studierenden der Hochschule für Musik

14.00 – 16.30 Uhr
Éclipticare

Mit Roberto Fabbriciani, Felix Renggli und Studierenden der Hochschule für Musik: Daniil Rumantsiev / Caterina Bruno / Ruofan Min, Flöten

 

Es spielen Studierende des Masters zeitgenössische Musik:
Vicente Moronta, Oboe / Viktor Gal, Saxophone / Maria Muñoz López, Violine / Nora Vetter, Viola / Katarina Leskovar, Violoncello / Joanna Twaddle, Violoncello / Daniela Petry, Kontrabass / Alina Traine, Harfe

Programm:
Samuel Andreyev (*1981): Bern Trio (2015)

Enno Poppe (*1969): Fingernagel (2009)

György Kurtág (*1926): Signs, Games and Messages (1989 - 2005)       
            Viràg Zsigmondy Dénesnek
            Pizzicato- keringö, Hommage à Ránki György
            Jelek VI
            Ligatura y

Wolfgang Rihm (*1952): In nuce (1994)

Maria Lithell Flyg (*1965): Dream Cabinet (2010)

Bruno Maderna (1920–1973): Serenata per un satellite (1969)

Präsentiert von den Dozierenden und Studierenden des Hauptfachs Musiktheorie
Programm

Musikalisches Programm:

Heinz Holliger (*1939): Feuerwerklein zum «quatorze juillet» für Klavier (2012)

Heinz Holliger: aus Romancendres für Violoncello und Klavier (2003)
I Kondukt I (C.S. – R.S.)
IV Der Würgengel der Gegenwart
V heiter bewegt (Es wehet ein Schatten darin)
VI Kondukt II (Der bleiche Engel der Zukunft)

Alban Berg (1885–1935): Vier Stücke für Klarinette und Klavier op. 5  (1913)

Heinz Holliger: ...Pour Roland Cavin… für Piccolo, Flöte und Altflöte (2005)

Nieves Aliaño, Piccolo / Anastasia Chulkova, Flöte / Felix Renggli, Altflöte / François Benda, Klarinette / Anita Leuzinger, Violoncello / Elina Gotsouliak, Klavier / Anton Kernjak, Klavier

anschliessend Vernissage der Ausstellung 'Heinz Holliger – Räume' in der Vera Oeri-Bibliothek

Gesamtprogramm «Fokus Holliger»

Plakat

Luc Goedert (*1994)
(Klasse: Caspar Johannes Walter)
Trois pensées für Klavier (2018/19, UA des Zyklus)
Max Merazzi-Jacobson, Klavier (Klasse: Ronald Brautigam)

Oliver Rutz (*1998)
(Klasse: Johannes Kreidler)
Feinstaubiges Machwerk für Stimme und Synthesizer  (2019, UA)
Marie Guignet, Stimme (Klasse Isolde Seibert) / Isa-Sophie Zünd, Synthesizer (Klassen: Claudio Martínez Mehner und Adrian Oetiker)

Anna Sowa (*1987)
(Klassen: Caspar Johannes Walter, Johannes Kreidler)
Seh, do, yek... für Violine, Akkordeon und Elektronik (2018,  SEA)
Maria Muñoz Lopez, Violine (Klasse: Mike Svododa) / Bartosz Kołsut, Akkordeon (a.G.) / Anna Sowa, Elektronik

Lina Posėčnaitė (*1995)
(Klasse: Caspar Johannes Walter)
Intersections für C-Bass, Orgel und Zuspielung (2019, SEA)
Aranka Kővári, C-Bass (Klasse: Han Tol, SCB) / Izaskun Yaben, Orgel (Klasse: Dirk Börner, SCB)

Eleni Ralli (*1984)
(Klasse: Caspar Johannes Walter)
1/1,2,4,6,12 für Harfe und Kristallgläser  (2014)
Alina Traine, Harfe (Klasse: Mike Svoboda) / Alejandro Sarriegui, Perkussion (Klasse: Christian Dierstein)

Pause

Samuel Cook (*1995)
(Klassen: Johannes Kreidler, Caspar Johannes Walter, Michel Roth)
airglow für Flöte solo (2018, UA)
Deborah Regez, Flöte (a.G.)

Polina Korobkova (*2001)
(Klasse: Caspar Johannes Walter)
Pocket theatre. Porcelain projection #2 [Liebestod] for female performer with objects, piccolo, cello and live electronics (2019, SEA)
Polina Korobkova, Performance / Tatiana Timonina, Flöte (a.G.) / Benjamin Coyte, Violoncello (Klasse: Mike Svoboda) / Lorant Malyinko, Elektronik (a.G.)

Janiv Oron, Elektronik
Michi Anklin, Perkussion und Elektronik
Julien Nicosia, Tanz

Einsichten und Ausblicke – Vorgänge in meinem Innern, vertraute Bilder der Umgebung, merkwürdige, beglückende oder erschreckende Verwandlungen, erscheinen im anderen Licht und bekommen besondere Bedeutungen. Eine Fortsetzung meines Tuns.


Eintritt CHF 15.- | ermässigt CHF 10.-  (Tickets: Gare du Nord)
für Studierende der FHNW Musikhochschulen freier Eintritt
Nachtstrom ist eine Konzertreihe des Elektronischen Studio Basel

Mit Studierenden des spezialisierten Masters zeitgenössische Musik
curated by the class of 2020

Programm:
Esaias Järnegard (*1983): Y Upsilon für Oboe, elektrische Gitarre und Akkordeon (2014)
Vicente Moronta, Oboe / Chris Moy, elektrische Gitarre / Nejc Grm, Akkordon

Michael Maierhof (*1956): Splitting 41 für Perkussion (2017)
Roberto Maqueda, Percussion

Andrea Ravizza (*1971): Frammenti für Klavier (2015, rev. 2018)
Umberto Beccaria, Klavier

Karlheinz Stockhausen (1928–2007): Orchester-Finalisten aus der Oper «Mittwoch aus Licht» (1995–97)
VIII        Posaune
Daniil Gorokhov, Posaune

György Kurtág (*1926): Jelek, játékok és üzenetek (Zeichen, Spiele und Botschaften ) für Violoncello solo (1987–2008)
Az hit… (1998)
Árnyak (Schatten) (2000)
Katarina Leskovar, Violoncello

Samuel Andreyev (*1981): Bern Trio für Oboe d’amore, Viola und Harfe (2015)
Vicente Moronta, Oboe d’amore / Nora Vetter, Viola / Alina Traine, Harfe

Programm:
Improvisierte Suite über Affekte aus dem Film «Der Mann mit der Kamera» / Nathan Mondry, Cembalo

«Der Mann mit der Kamera» mit improvisierter Live-Musik
Alexandre Cahen, Klavier
Chi Him Chik, Saxophon, Elektronik
Afra Hämmerli, Stimme
Christian Moser, Ud
Baptiste Pfaff, Bassklarinette, Flöte
Snejana Prodanova, Kontrabass
Lara Süß, Stimme

Improvisierte Passacaglia, den Film reflektierend / Nathan Mondry, Cembalo

Leitung: Alfred Zimmerlin

Der russische Filmemacher Dziga Vertov brach 1928/29 mit allen Konventionen, als er seinen Dokumentarfilm «Čelovek s Kinoapparatom» («Der Mann mit der Kamera») drehte: Er verzichtete in diesem Stummfilm auf Zwischentitel, Drehbuch, Schauspieler- Innen und Dekoration und wollte eine eigene, autonome, international verständliche Sprache des bewegten Bildes schaffen. Einen so revolutionär konzipierten, gleichsam improvisierten Kinofilm mit improvisierter Musik zusammenzubringen, welche ganz aus dem Augenblick der Kreation heraus entsteht, liegt auf der Hand.
Die «Bands» – eine Jazz-Band mit Studierenden des Jazzcampus und ein Trio der Klasse Freie Improvisation der Hochschule für Musik/sonic space basel – improvisieren Live-Musik zu Dziga Vertovs grossartigem Film.

«Komposition – Improvisation: Alte Musik / Neue Musik / Jazz»
Eine Veranstaltungsreihe des bird’s eye jazz club und der Institute Klassik/sonic space basel, Jazz und Schola Cantorum Basiliensis der Hochschule für Musik FHNW
Gesamtprogramm

Mit Studierenden des Masters Improvisation, dem Autor Juan S. Guse sowie den Komponisten Johannes Kreidler und Daniel Mouthon
In Kooperation mit BuchBasel

Iulia Smeu, Violine
Jakub Jarosław Miarczyński, Perkussion
Paula Sanchez Mugas, Violoncello/Elektronik
Marie-Louise Schneider, Stimme

Studierende des Masters Improvisation der Hochschule für Musik erarbeiten in einem Workshop mit dem Autor Juan S. Guse sowie den Komponisten Daniel Mouthon und Johannes Kreidler verschiedene musikalische Herangehensweisen zu Guses dystopischem Roman «Miami Punk» (S. Fischer, 2019). Darin wurde Miami über Nacht zur Wüstenlandschaft. Auf der Folie dieses postapokalyptischen Chaos skizziert Guse, warum sich Menschen in digitale Räume zurückziehen. Was sich wie ein szeniger Nerd-Roman mit informatisch-apokalyptischer Atmosphäre liest, ist aktueller, als auf den ersten Blick gedacht: Es geht um unsere Beziehung zur Realität, um unser Verhältnis zur Arbeit und natürlich um Computerspiele. Und wie lässt sich dieser Text in Musik übertragen? Die Studierenden denken über das Verhältnis von klanglichem Approach und semantischer Ableitung nach. Passend zum Roman arbeiten die Improvisator*innen mit viel Elektronik. Mit unkonventionellen künstlerischen Resultaten ist zu rechnen.

Programm:
John Dowland (1563-1626): Lachrimæ, Or Seven Teares (1604) für Gamben-Consort
Harrison Birtwistle (*1931): Nine Settings of Celan (1989-1996) für Sopran und Ensemble
Trio-Improvisationen

Gambenconsort der Schola Cantorum Basiliensis:
Martin Jantzen, Diskantgambe / Marina Cabello del Castillo und Alex Keitel, Altgamben / Sonia Binenfeld, Bassgambe / Alejandro Gómez Lozano, Violone / Einstudierung: Rebeka Rusó
Rebeka Rusó, Leitung

Rinnat Moriah, Sopran (a.G.)
Leonel Quinta, Klarinette / Hugo Queirós Klarinette / Nora Vetter, Viola / Ben Coyte, Violoncello / Daniel Petry, Kontrabass / Leitung: Mike Svoboda

Ferdinand Silberg, trombone / Charlotte Lang, alto sax / Alon Schmidhauser, drums

«Komposition – Improvisation: Alte Musik / Neue Musik / Jazz»
Eine Veranstaltungsreihe des bird’s eye jazz club und der Institute Klassik/sonic space basel, Jazz und Schola Cantorum Basiliensis der Hochschule für Musik FHNW
Gesamtprogramm

Bei 'Lundi gras' improvisieren in wechselnden Besetzungen Studierende der Klassen 'Freie Improvisation' von Fred Frith und Alfred Zimmerlin

Abendprogramm

Ludovica Bizzarri, Schlagzeug  
Chi Him Chik, Saxophon, Elektronik  
Jacek Chmiel, Elektrische Gitarre  
Catalina Gutiérrez, Klarinette  
Jakub Jarosław Miarczynski, Schlagzeug
Sylvain Monchocé, Flöten, Saxophone  
Christian Moser, Ud  
Paula Sanchez, Violoncello, Elektronik  
Marie-Louise Schneider, Stimme  
Iulia-Andreea Smeu, Violine  
Lara Süß, Stimme

Präsentiert von den Dozierenden und Studierenden des Hauptfachs Musiktheorie

Agata Zubel, Stimme, singt Werke von Werke von Berio, Viñao, Duchnowski und Zubel
Moderation: Marcus Weiss

Dialog ist eine Konzertreihe der Hochschule für Musik FHNW in Zusammenarbeit mit Gare du Nord - Bahnhof für neue Musik

Gare du Nord
Schwarzwaldallee 200 (im Badischen Bahnhof) 
CH-4058 Basel

Preis: CHF 15.– (Freier Eintritt für Studierende der Hochschule für Musik FHNW)

Das Ensemble DIAGONAL der Hochschule für Musik spielt Werke von Webern, Maderna und Nono
Leitung: Jürg Henneberger

Abendprogramm

Anton Webern (1883–1945):
«Fünf Stücke» für Orchester op. 10 (1911-13)
«Symphonie» für Klarinette, Bassklarinette, zwei Hörner, Harfe, zwei Violine, Viola und Violoncello op. 21 (1927/28)
«Konzert» für neun Instrumente op. 24 (1934)
Bruno Maderna (1920-1973): «Serenata II» per 11 strumenti (1954, rev. 1956)
Luigi Nono (1924-1990): «Polifonica – Monodia – Ritmica» per sei strumenti e percussione (1951, versione originale)

Studierende des Master Improvisation zu Gast beim FIM

Abendprogramm

Ludovica Bizzarri – Perkussion
Chi Him Chik – Elektronik, Saxofon
Christian Moser – Ud
Paula Sanchez – Violoncello
Lara Süß – Stimme
Mikael Szafirowski – Gitarre

(Klasse Fred Frith / Alfred Zimmerlin)

unternehmen mitte
Gerbergasse 30, 4051 Basel/CH
Eintritt frei/Kollekte

 

Bei 'Lundi gras' improvisieren in wechselnden Besetzungen Studierende der Klassen 'Freie Improvisation' von Fred Frith und Alfred Zimmerlin.  

Abendprogramm

Ludovica Bizzarri, Schlagzeug
Chi Him Chik, Saxophon, Elektronik
Jacek Chmiel, Elektrische Gitarre
Catalina Gutiérrez, Klarinette
Jakub Jarosław Miarczynski, Schlagzeug
Sylvain Monchocé, Flöten, Saxophone
Christian Moser, Ud
Paula Sanchez, Violoncello, Elektronik
Marie-Louise Schneider, Stimme
Iulia-Andreea Smeu, Violine
Lara Süß, Stimme

Konzert im Rahmen der internationale Masterclass für Komposition, Interpretation, Improvisation und Elektronik
Eine Kooperation von sonic space basel/HSM mit dem Künstlerhaus Boswil

Abendprogramm

Mit Studierenden der Hochschule für Musik:
Elektronik: Jan Gubser
Perkussion: Fabio Santos
Klavier: Tsugumi Shirakura
Posaune: Daniil Gorokhov
Viola: Nora Vetter
Violoncello: Benjamin Coyte
Violine: Maria Muñoz Lopez

 

Konzert im Rahmen der internationale Masterclass für Komposition, Interpretation, Improvisation und Elektronik
Eine Kooperation von sonic space basel/HSM mit dem Künstlerhaus Boswil

Mit Studierenden der Hochschule für Musik:
Elektronik: Jan Gubser
Perkussion: Fabio Santos
Klavier: Tsugumi Shirakura
Posaune: Daniil Gorokhov
Viola: Nora Vetter
Violoncello: Benjamin Coyte
Violine: Maria Muñoz Lopez

Mit Studierenden des spezialisierten Masters zeitgenössische Musik

Abendprogramm

Mit Studierenden der Hochschule für Musik und der Hochschule für Gestaltung/FHWN
Leitung: Hannes Seidl und Andreas Wenger
Ein Projekt in Zusammenarbeit mit dem Institut Innenarchitektur und Szenografie der HGK/FHNW und http://zeitraeumebasel.com/

Mit Studierenden der Hochschule für Musik und der Hochschule für Gestaltung/FHWN
Leitung: Hannes Seidl und Andreas Wenger
Ein Projekt in Zusammenarbeit mit dem Institut Innenarchitektur und Szenografie der HGK/FHNW und http://zeitraeumebasel.com/

Rahmenprogramm zu Luigi Nonos «Al gran sole carico d´amore» – Eine Zusammenarbeit von ZeitRäume Basel, Paul Sacher Stiftung, Hochschule für Musik FHNW / Musik-Akademie Basel und Theater Basel

Angela Ida De Benedictis, Musikwissenschaftlerin, Paul Sacher Stiftung
Veniero Rizzardi, Musikwissenschaftler, Fondazione Archivio Luigi Nono ONLUS
Irene Lehmann, Theaterwissenschaftlerin
Olga Neuwirth, Komponistin
Uli Fussenegger, Kontrabassist, Leiter Neue Musik an der Hochschule für Musik Basel
Cornelius Bohn, Klangregie

Luigi Nono:
Für Paul Dessau für Tonband (1974) – 7´
Omaggio a Emilio Vedova für Tonband (1960) – 5´
Ricorda cosa ti hanno fatto in Auschwitz für Tonband (1966) – 11´

Das erklärte Ziel von Luigi Nono war es, mit seinen Werken «das Ohr aufzuwecken, die Augen, das menschliche Denken». Im Rahmen des Revolutionsfrühstücks werden Aspekte des Schaffens Luigi Nonos in Ton, Bild und Wort beleuchtet. Angela Ida De Benedictis und Veniero Rizzardi, die zusammen Nonos Schriften in einerkritischen Ausgabe herausgebracht haben, sprechen über Al gran sole carico d´amore aus historischer Perspektive. Irene Lehmann geht der Frage nach, welchen Herausforderungen sich das aktuelle Musiktheater gegenübersieht. Angela Ida De Benedictis blickt anschliessend mit Olga Neuwirth auf das Musiktheater der Zukunft.

 

Die Hochschule für Musik ist Hauptpartner des Festivals mit rund 200 Veranstaltungen – davon 30 Uraufführungen – vom 13.9. bis 22.9.2019 in ganz Basel.

Weitere Informationen und detailliertes Programm

 

Kooperationsprojekte:

09.09.-21.09., Vera Oeri-Bibliothek, Schall und Raum – Vernissage & Performance: Architektonische Musikinstrumente

10.09.–22.09., Klybeckquai, H.E.I.Guide, Interaktiver 3D Soundwalk

13.09.-22.09., Unternehmen Mitte/Safe, Das grosse Rauschen

15.09., 10-13 Uhr Musik-Akademie, Klaus Linder-Saal, Revolutionsfrühstück

20.09., 19 Uhr und 21.09., 16&19, Zollhalle St. Johann, Überläufer*

20.09., 19.30, Haus ZwischenZeit, L´hommage à Wyschnegradsky

 

Eine Kooperation von sonic space basel mit dem Ensemble Phoenix Basel, den Swiss Chamber Concerts, der Basel Sinfonietta, dem Kammerorchester Basel, der Paul Sacher-Stiftung und der Vera Oeri-Bibliothek der Musik-Akademie Basel

Konzerte, Lectures Recitals, Meisterkurs
Ausstellung «Heinz Holliger  – Räume» in der Vera Oeri-Bibliothek der Musik-Akademie Basel
24.11.2019 bis 9.3.2020

Programmübersicht

Festivalbroschüre

Obwohl Heinz Holliger nie eine reguläre Lehrstelle an der Basler Hochschule für Musik innehatte, ist er sein ganzes Musikerleben bei uns präsent: Als 16-Jähriger forderte er den damaligen Akademiedirektor Paul Sacher dazu auf, endlich gute neue Musik für Oboe in Auftrag zu geben (was Sacher später auch tat); die Teilnahme an den Basler Meisterkursen mit Pierre Boulez in den 1960er Jahren waren wegweisend für den Kom-ponisten Holliger, der zentrale Werke am Elektronischen Studio realisierte (Not I, Turmmusik, Fünf Stücke für Orgel usw.); 2003/04 war er Gastprofessor an der Hochschule für Musik;  immer wieder erarbeitet er hier anspruchsvolle Programme mit dem Hochschulorchester; eine enge künstlerische Liaison  verbindet ihn mit zahlreichen Basler Dozierenden wie Jacques Wildberger, Jürg Wyttenbach, Thomas Kessler, Rudolf Kelterborn, Felix Renggli, Matthias Würsch oder Anton Kernjak.

Heinz Holliger ist kein Freund von Jubiläen, schon gar nicht seinen eigenen. So erhält er von uns auch nicht wirklich ein  Geschenk. Eher beschenken mit «Fokus Holliger» wir uns selbst: Im Zentrum stehen Arbeitsphasen, in denen Studierende unserer Hochschule im Orchester oder in Kammermusikgruppen mit Heinz Holliger Musik machen, von ihm lernen dürfen. Den «Fokus» auf Holliger zu setzen bedeutet dabei, dass beileibe nicht nur Holligers Musik gespielt wird, denn es gibt kaum eine Musikerpersönlichkeit, deren Aura so beziehungsreich und weit ausgreift — mit Namen wie Robert Schumann, Alban Berg, Maurice Ravel, Charles Koechlin, Sándor Veress, György Kurtág, Bernd Alois Zimmermann oder Klaus Huber sei dies in unserem Programm lediglich angedeutet. Fast alle der zahlreichen (Neue) Musik-Akteure Basels beteiligen sich an diesem Projekt, so das Ensemble Phoenix Basel, die Swiss Chamber Concerts, die Basel Sinfonietta und das Kammerorchester Basel; in Zusammenarbeit mit der Paul Sacher Stiftung, in deren Archiv Holligers Musikmanuskripte lagern, ist eine Ausstellung in der Vera  Oeri-Bibliothek entstanden. So kann sich das (Neue) Musik- Netzwerk Basels einmal beinahe geschlossen artikulieren und einen kräftigen Akzent setzen, der hoffentlich zu neuen Zusammenarbeiten führt — ganz im Geist der impulsiv universellen, grenz-verachtenden Musikerpersönlichkeit Heinz Holliger.

SRF 2-Sendung

Gespräch mit Alfred Zimmerlin, Eva-Maria Karbacher und Urban Mäder zur 'Freien Improvisation'

Die sogenannte Freie Improvisation hat in der Schweiz eine lange Tradition, dementsprechend vielseitig zeigt sich die Szene. Doch was bedeutet eigentlich «frei»? Gibt es trotz der Freiheit Regeln, Grenzen, eine Ästhetik oder Moden? 

Der Erste Preis sowie der Publikumspreis in der Kategorie Interpretation wurde an das Concept Store Quartet verliehen. Wir gratulieren den Quartettmitgliedern Alicja Pilarczyk (Violine), Pablo Gonzalez Balaguer (Saxophon), Nejc Grm (Akkordeon) und Guillem Serrano (Schlagzeug), Absolvent/innen des Masters zeitgenössische Musik unserer Hochschule.

Anlässlich der Preisverleihung betonte die Jury, bestehend aus Luisa Castellani, Wolfgang Heiniger, Wilhem Latchoumia, Barbara Streil und Mike Svoboda, dass es dem Concept Store Quartet gelinge, "trotz einer denkbar inhomogenen Besetzung einen geschlossenen und aussergewöhnlich sinnlichen Klang zu erzeugen". Das Quartett arbeitet erst seit September 2018 zusammen und hat sich in kürzester Zeit im deutschsprachigen Raum einen Namen gemacht. Aufgrund seiner einzigartigen Besetzung gibt das Concept Store Quartet alle erarbeiteten Werke selber in Auftrag. So brachte es Kompositionen von Stylianos Dimou, Francisco Domínguez, Bethany Younge, Anda Kryeziu, Tobias Krebs und Yulan Yuzu zur Uraufführung.

Concept Store Quartet

Concours Nicati

 

Der Komponist und langjährige Leiter des Elektronischen Studios Basel starb am 14. September 2019 im Alter von 57 Jahren.

Wir sind tief bestürz t und trauern um unseren langjährigen Kollegen Erik Oña, der nach schwerer Krankheit am 14. September 2019 viel zu früh verstorben ist. Er unterrichtete seit Oktober 2003 Komposition an der Hochschule für Musik FHNW und war gleichzeitig Leiter des Elektronischen Studios. Sein blühend sprühender  und  unerschöpflich inspirierender Geist sowie seine pädagogische Begeisterung und Hingabe an seine Aufgaben waren aussergewöhnlich. Wir verlieren mit ihm einen wunderbaren Kollegen, Komponisten und geschätzten Lehrer und werden sein Wirken nicht nur in ehrender Erinnerung behalten, sondern weiter gemeinsam in die Zukunft tragen.

Johannes Kreidler wird Professor für Komposition und Musiktheorie, Moritz Heffter für Musiktheorie. Wir freuen uns, die beiden neuen Professoren zum Herbstsemester 2019/20 an der Hochschule für Musik und bei sonic space basel begrüssen zu dürfen.

Johannes Kreidler (1980) studierte in Freiburg und Den Haag Komposition, Elektronische Musik und Musiktheorie, u.a. bei mathias spahlinger und Orm Finnendahl. 2010 erhielt er den Deutschen Musikautorenpreis in der Kategorie „Nachwuchs“, 2011 war er Stipendiat der Akademie der Künste Berlin, 2012 erhielt er den Kranichsteiner Musikpreis der Darmstädter Ferienkurse für Neue Musik. Seit 2019 ist er Professor für Komposition und Musiktheorie an der Musikakademie Basel.

Aufführungen (Auswahl): Donaueschinger Musiktage, Wittener Tage für Neue Kammermusik, Darmstädter Ferienkurse für Neue Musik, Ultraschall Berlin, MaerzMusik Berlin, Foreign Affairs Berlin, Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin, Elbphilharmonie Hamburg, Eclat Stuttgart, Darmstädter Frühjahrstagung für Neue Musik, Klangwerkstatt Berlin, Biennale Venedig, Gaudeamus Music Week Amsterdam, Warschauer Herbst, Biennale de Musique en Scène Lyon, Ultima Festival Oslo, Huddersfield Contemporary Music Festival, Musica Straßburg, ISCM World New Music Days Stuttgart + Ghent, ICMC International Computer Music Conference Ljubljana, ZKM Karlsruhe, MusicAcoustica Festival Peking, Liquid Architecture Melbourne

Im Wolke-Verlag sind die Bücher erschienen Loadbang. Programming Electronic Music in Puredata (2009), Musik mit Musik – Texte 2005-2011 (2012) und Sätze über musikalische Konzeptkunst. Texte 2012-2018 (2018).

Website

Youtube

 

Moritz Heffter studierte Musiktheorie und Schulmusik an der Hochschule für Musik Freiburg und Latein an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

Seit 2012 ist er akademischer Mitarbeiter an der Hochschule für Musik Freiburg. Ein Forschungsschwerpunkt lag während seiner Promotion auf der Musiktheorie des frühen 17. Jahrhunderts. Im Zentrum seines Dissertationsprojektes standen frühe Dreiklangskonzepte und insbesondere das „Triga harmonica“-Konzept von Henricus Baryphonus. Von dessen Traktat, den Pleiades Musicae, entstand im Zuge seiner Promotion eine lateinisch-deutsche Edition des Traktats samt eines Kommentars.

Zudem unterrichtete Moritz Heffter von 2016 bis 2019 die musiktheoretischen Fächer am Institut für Alte Musik an der Musikhochschule Trossingen. Von 2017 bis 2018 war er Lehrbeauftragter für Musiktheorie und Gehörbildung an der HfK Bremen. Am Musikwissenschaftlichen Seminar der Universität Freiburg hielt er Vorlesungen in Harmonielehre und hatte zuletzt im Sommersemester 2019 einen Lehrauftrag an der HfM Karlsruhe.

Sein momentaner Arbeitsschwerpunkt liegt auf dem Feld der digitalen Geisteswissenschaften. Dabei geht es um den Aufbau und die Weiterentwicklung von Werkzeugen, die sowohl in der Forschung als auch in der Lehre Anwendung finden können. Derzeit arbeitet er unter anderem an analytischen Methoden und Fragestellungen zur Untersuchung größerer Corpora. In den letzten Semestern entstanden außerdem einige Apps, die als Unterstützung und Zusatzangebot für den Musiktheorie-Unterricht konzipiert sind.

Als Musiker ist Moritz Heffter vor allem als Chorleiter und Chorsänger in verschiedenen Ensembles aktiv.